In Johannisburg ist die Kriminalität besonders hoch. Johannesburg hat die höchste Kriminalitätsrate von ganz Südafrika! Nach dem Fall der Apartheid und der Group Areas Act zogen in den 90ern viele arme Schwarze aus den Townships in die Innenstadt. Vor allem in Vierteln mit hoher Bewohnerdichte stieg die Kriminalität rasend an. Aus diesem Grunde zogen viele Menschen, die es sich leisten konnten, in den nördlichen Teil von Johannesburg. Auch Geschäfte, Banken und öffentliche Einrichtungen zogen diesen Teil der Stadt aus Sicherheitsgründen vor. Noch immer ist die Stadtverwaltung bemüht, die Innenstadt wieder mit mehr Geschäften zu beleben. Durch strenge Maßnahmen und starker Überwachung hatte sich die Kriminalität drastisch vermindert, um ganze 80 %. Allerdings hat sich seit 2005 eine neue Art der Kriminalität gebildet, das organisierte Verbrechen. Durch die „New Black Ecconomy“ an die Wohnungen, Büroräume und Ladengeschäfte vermietet wurden, zog es aber nicht nur seriöse Geschäftsleute in die Innenstad. Auch die Russenmafia und Mitglieder von chinesischen Mafiabanden ließen sich hier nieder und innerhalb kurzer Zeit hatten diese Banden hier die Oberhand.
Von der Politik alleine gelassen verstärkten Supermärkte, Einkaufszentren und Hotels die Präsenz privater Securities. Diese sorgten tagsüber noch für etwas Sicherheit, aber nachts wurde das Stadtgebiet zur rechtsfreien Zone.
Dadurch, dass sich die Polizeikräfte zurückzogen, gab es vor ein paar Jahren mehr Morde in Johannesburg als Verkehrstote. Mittlerweile aber hat sich die Situation sehr gebessert. Durch Videoüberwachung, verstärkter Polizeipräsenz, Aufwertung schlechtere Wohngegenden und dank des wirtschaftlichen Aufschwungs konnte hier viel geändert werden. Allerdings – bleibt die Lage in den Slums, den armen Stadtteilen wie Soweto –nach wie vor brisant. Johannesburg hat immer noch den Ruf, gefährlichste Stadt der Welt zu sein.
Auch jetzt noch sollten Reisende vorsichtig sein und wenn möglich in Gruppen oder mit organisierter Reiseleitung die Innenstadt besuchen. Am einfachsten und sichersten kommt man per Taxi zum Ziel. Auf keinen Fall sollte man die Townships besuchen. Selbst Polizeikräfte weigern sich, bestimmte Teile Sowetos zu betreten.